Ich bin eben von einem Besuch Deutschlands zurückgekehrt. Ich habe nun den berühmten deutschen Führer gesehen und auch manches von dem grossen Wandel, den er bewirkt hat. Was immer man von seinen Methoden denken mag – und sie sind gewiss nicht diejenigen eines parlamentarischen Landes -, es kann kein Zweifel daran bestehen, dass er einen wunderbaren Wandel im Geist des Volkes erreicht hat, in der Einstellung der Menschen einander gegenüber und in ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Perspektiven.

Er machte in Nürnberg zu Recht geltend, binnen vier Jahren habe seine Bewegung ein neues Deutschland geschaffen. Es ist nicht das Deutschland der ersten Nachkriegsjahrzehnte – gebrochen, entmutigt und gebeugt, mit einem Gefühl der Besorgnis und der Belastung. Es ist nun voller Hoffnung und Zuversicht, und ein erneuertes Gefühl der Entschlossenheit, sein eigenes Leben zu führen, ohne jede Einmischung irgendeiner Kraft ausserhalb seiner eigenen Grenzen.

Zum ersten Mal seit dem Krieg herrsch ein allgemeines Gefühl der Sicherheit. Die Menschen sind fröhlicher. Überall im Land waltet ein grösseres Gefühl allgemeiner geistiger Fröhlichkeit. Es ist ein glücklicheres Deutschland. Ich sah es überall, und Engländer, die ich während meiner Reise antraf und die Deutschland gut kannten, waren sehr beeindruckt von dem Wandel.

Ein Mann hat dieses Wunder vollbracht. Er ist ein geborener Menschenführer. Eine magnetische, dynamische Persönlichkeit mit einem unbeirrbaren Ziel, einem entschlossenen Willen und einem furchtlosen Herzen.

Er ist nicht bloss dem Namen nach, sondern tatsächlich der nationale Führer. Er hat es [das Volk] sicher vor potentiellen Feinden gemacht, von denen es umgeben war. Er sichert es auch gegen jene ständige Furcht vor Hungersnot, die zu den drückendsten Erinnerungen der letzten Kriegsjahre sowie der ersten Friedensjahre gehört. Mehr als 700.000 Menschen starben in diesen dunklen Jahren an Hunger. Man kann die Auswirkungen immer noch in der äusseren Erscheinung jener sehen, die in jene finstere Welt hineingeboren wurden.

Die Tatsache, dass Hitler sein Land vor der Furcht vor einer Wiederholung jener Periode der Verzweiflung, des Elends und der Demütigung gerettet hat, verlieh ihm im heutigen Deutschland unangefochtene Autorität. An seiner Popularität, insbesondere unter der deutschen Jugend, kann kein Zweifel bestehen. Die Alten vertrauen ihn; die Jungen vergöttern ihn. Es ist nicht jene Art von Bewunderung, die einem populären Führer zuteil wird. Es ist die Verehrung eines nationalen Helden, der sein Land vor äusserster Verzweiflung und Degradation gerettet hat.

Er ist ebenso immun gegenüber Kritik wie ein König in einer Monarchie. Er ist mehr. Er ist der George Washington Deutschlands – der Mann, der für sein Land Unabhängigkeit von all seinen Unterdrückern erfochten hat. Jenen, die nicht selbst gesehen und gefühlt haben, wie Hitler über das Herz und das Denken Deutschlands herrscht, mag diese Beschreibung extravagant erscheinen. Nichtsdestoweniger ist sie die reine Wahrheit. Dieses grosse Volk wird besser arbeiten, mehr opfern und, wenn nötig, mit grösserer Entschlossenheit kämpfen, weil Hitler es hierzu auffordert. Wer diese zentrale Tatsache nicht begreift, kann die heutigen Möglichkeiten des modernen Deutschlands nicht beurteilen.

Hitler hat während des ganzen Krieges als einfacher Soldat gekämpft und weiss aus persönlicher Erfahrung, was Krieg bedeutet. Er weiss auch ebenso gut, dass die Chancen eines Aggressors heute noch geringer sind als damals.
Lloyd George (1863 – 1945), von 1916 bis 1922 letzter liberaler Premierminister Englands, Auszüge aus »I Talked to Hitler«, Daily Express, London, 17. November 1936