Als die afghanischen Taliban im Jahre 2001 die weltberühmten, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Buddha-Statuen von Bamiyan sprengten, weil es sich bei den Statuen angeblich um Götzenbildnisse handelte, ging ein Aufschrei durch die Welt angesichts einer solchen kulturfeindlichen Barbarei.

Als sich im Deutschland der Nachkriegszeit die Siegermächte mit ihren deutschen Helfern anschickten, die in der Zeit zwischen 1933 und 1945 in Deutschland geschaffene Kunst, welche die alliierten Terrorbombardements überlebt hatte, zu verstecken, spurlos verschwinden zu lassen oder gar zu vernichten, störte sich daran kaum jemand.

Aufgrund dieser in der Geschichte wohl einzigartigen Kulturvernichtung – während des Krieges durch die allierten Flächenbombardements und danach durch die bis heute andauernden Säuberungen – gibt es auf dem Gebiete der Kunst nur eine sehr eingeschränkte Kontinuität zwischen Drittem Reich und dem Nachkriegs-Deutschland. Insbesondere Deutschlands einst berühmten monumentale Plastiken der heute oft nur noch im Ausland geschätzten Bildhauer wie Arno Breker und Josef Thorak wurden nahezu restlos zerstört. Gleichwohl findet man auch heute noch überall in Deutschland kleinre, unscheinbare Skulpturen, Reliefs und Friese, die von damaligen Künstlern vor allem im Zusammenhang mit Bauvorhaben der damaligen Zeit geschaffen wurden.

Beispiele dafür sind:
-Die Adolf Hitler Brücke in Regensburg
-Akademie der Jugendführung
-Fehrbelliner Platz
-Luftgaukommando
-Maschsee
-Ordensburg Vogelsang
-Reichssportfeld

Doch das Feld erweist sich als wesentlich breiter, wenn man heute zum Beispiel im Internet nach bis heute existierenden Werken der damals populären bildenden Künstler sucht, so etwa neben Breker und Thorak die Bildhauer Fritz Klimsch, Georg Kolbe und Richard Scheibe oder die Kunstmaler Hermann Gradl, Arthur Kampf, Willy Kriegel, Werner Peiner, Claus Bergen, Ludwig Dettmann, Fritz Mackensen, Alfred Mahlau und Franz Stassen.

Da eine detaillierte Auflistung dieser noch existierenden Kunstwerke “ antifaschistischen “ Paranoikern als Aufgabenliste noch durchzuführender Säuberungen dienen könnte, wird in diesem Rahmen davon abgesehen, diese Kleinode hier zu identifizieren.
( Damit stimme ich dem Autor von Das Erbe Hitlers zu, das ich ebenfalls darauf verzichten werde)

Richard Scheibe
Richard Scheibe
Georg Kolbe
Georg Kolbe
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