Bei der automatischen Stimmerkennung wird das in ein Mikrofon gesprochene Wort in einen automatisch geschriebenen Text umgesetzt. In den letzten paar Jahren faßte diese Technologie gerade im Geschäftsverkehr immer mehr Fuß. Die Patente auf diese Technologie werden von den Firmen Microsoft sowie Alcatel-Lucent beansprucht, wobei sich beide Firmen in einem erbitterten Rechtsstreit befinden.

Tatsächlich dürften aber weder Microsoft, noch Alcatel-Lucent, noch IBM als Vorläufer der Spracherkennungstechnologie in den sechziger Jahren die wirklichen Erfinder sein.
Im amerikanischen Nationalarchiv beweist ein Dokument aus dem Jahre 1947, dass die “ Electronics und Communications Section“ der USA in Deutschland ein Gerät vorgefunden haben,das dazu diente, gesprochene Worte in lesbare Schreibmaschinenschrift umzuwandeln. Der amerikanische Auswerter schrieb, dass dieses Gerät einer der seit vielen Jahren unerfüllten Träume der amerikanischen Wissenschaftler auf dem Kommunikationssektor sei.

Prof. Oskar Vierling vom Feuerstein-Laboratorium in Ebermannstadt hatte hier eine Idee, ein Gerät zu bauen, das ein gesprochenes Wort mit Hilfe einer speziellen Technologie in einen auf Papier mit Schreibmaschine geschriebenen Text umwandeln konnte. Vierling benutzte dazu die Trennung der durch gesprochene Worte erzeugten Schallwellen in neun Bänder des Schallbereichs des menschlichen Ohres zur Umsetzung der gesprochenen Wörter in elektrische Schwingungen eines schreibmaschinenähnlichen Geräts.

Voller Begeisterung schilderte der US-Auswerter dann die ungeheuren wirtschaftlichen und militärischen Möglichkeiten, die ein solches automatisches Stimmerkennungssystem bot, wobei der Wegfall des Stenographen noch die kleinste davon war. Auch wies man auf – heute noch nicht genutzte- Möglichkeiten hin, bei denen in ein solches Sprachgerät gesprochene Worte landes- und weltweit gleichzeitig als Nachrichten übertragen konnte.

Wegen der militärischen Anwendungsmöglichkeiten dieser Technik entschieden sich die Amerikaner in den vierziger Jahren, diese erbeutete Technik vor der Öffentlichkeit noch geheimzuhalten.

Wie die “ Wiedererfinder“ später in den Besetz der ehemaligen deutschen Erfindung kamen, ist nicht bekannt. Offensichtlich muss dabei etwas schief gegangen sein, weil zwei große Firmen der Informationstechnologie erbittert darum streiten, wem der wirtschaftliche Nutzen daraus zustehen soll.

Das NARA-Dokument beweist, dass bei Kriegsende die Technologie zur Stimmerkennung auf deutscher Seite fertig entwickelt war, bevor die USA sie jahrzehntelang in Panzerschränken verschwinden ließen. Edwin Y. Webb, Jr. " information for presentation to the Appropriations Committee describing the findings in the Communications and scientific equipment fields as obtained through operations of the OTS. 23. January 1947, TIIC, S. 1, RG-40, OTS. Entry-75, Box-58. File: " TIID Discards".
Das NARA-Dokument beweist, dass bei Kriegsende die Technologie zur Stimmerkennung auf deutscher Seite fertig entwickelt war, bevor die USA sie jahrzehntelang in Panzerschränken verschwinden ließen.
Edwin Y. Webb, Jr. “ information for presentation to the Appropriations Committee describing the findings in the Communications and scientific equipment fields as obtained through operations of the OTS. 23. January 1947, TIIC, S. 1, RG-40, OTS. Entry-75, Box-58. File: “ TIID Discards“.

 

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