Bayerische Forstschule Lohr
Bayerische Forstschule Lohr

Die bayerische Forstschule wurde schon 1888 durch Bekanntmachung des damaligen Königlichen Staatsministeriums der Finanzen gegründet.
Wegen des desolaten Zustandes und eines starken Anstieges der Ausbildungszahlen für den unteren und mittleren Dienst der Staatsforstverwaltung wurde ein Neubau des Forschulgebäudes erforderlich.

Die Stadt Lohr stellte hierfür ein etwa 7.000 Quadratmeter großes Areal kosten- und lastenfrei zur Verfügung und steuerte noch einen Baukostenzuschuss von 50.000 Reichsmark bei.
Der rustikale, mit einem Walmdach versehene Neubau wurde 1937/1938 errichtet, wobei fast ausschließlich heimische Rohstoffe verwendet wurden. In den neuen Räumlichkeiten befanden sich außer der Forstschule noch vier Dienstwohnungen sowie die Amtsräume des Forstamtes Lohr- West.

Nachdem die Revierförsterausbildung Ende 1939 eingestellt worden war, weil Schüler und Lehrer zur Wehrmacht eingezogen wurden, nutzten verschiedene Wehrmachteinheiten die Schule bis 1942 als Unterkunft. Danach wurden in der Forstschule Vertriebene einquartiert. Außerdem fand hier der Notunterricht für Schweinfurter Schulklassen statt.

Die Militärregierung gab 1946 die Forstschule wieder für die Ausbildung frei. Seither wurde der Bau wieder bestimmungsgemäß genutzt. Heute ist hier die Bayerische Forstschule und Bayerische Technikerschule für Waldwirtschaft untergebracht.

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