Bold Abschussgerät in einem U-Boot
Bold Abschussgerät in einem U-Boot

Wegen der feindlichen Radar- und Sonarpeilung musste für die deutschen U-Boote Gegenmaßnahmen entwickelt werden. Neben Radartäuschungsbojen kam auch der sogenannte Bold zum Einsatz. Dieser etwa 40 Zentimeter lange durchlöcherte Zylinder war mit Kalziumkarbiden gefüllt und funktionierte nach folgendem Prinzip:

Wenn ein getauchtes U-Boot durch ein feindliches Sonar angepeilt wurde, stieß es einen Bold ( oder auch mehrere) aus. Die Chemikalie reagierte mit dem Seewasser und produzierte ein umfangreiches Bläschenfeld, das die gegnerische Peilung stört und das unbemerkte Entkommen des U-Bootes ermöglicht.

“ Angeblich soll die Erfindung des Boldes auf Adolf Hitler zurückgehen, der dem OKM vorgeschlagen habe, den U-Booten einen ölgefüllten Torpedo mitzugeben, um dem Gegner eine Versenkung vorzutäuschen. Diese Idee wurde abgelehnt, vor allem weil damit ein Torpedorohr für den Angriff ausgefallen wäre. Statt dessen wurde aber eine Abschussvorrichtung am Oberdeck eingerichtet, durch die der Bold ausgestoßen werden konnte.

Die Kriegsmarinen verschiedener Staaten nutzen auch heute noch Bolde, zum Beispiel lässt man einen Bold an die Wasseroberfläche aufschwimmen, wo er Leuchtsterne zündet oder farbigen Nebel absetzt.

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