Die Hochgeschwindigkeitsfotografie macht Aufnahmen von Vorgängen möglich, die dem menschlichen Auge unsichtbar bleiben, weil es zu träge auf schnelle Bewegungen reagiert. So kann man mittel der Hochgeschwindigkeitsfotografie beispielsweise jedes Detail des Fluges einer Gewehrkugel oder rasend schnell ablaufender Vorgänge in der Raketentechnik bildhaft belegen.

Einen technischen Meilenstein setzten auf diesem Gebiet die Carl-Zeiss-Werke in Jena, als sie während des Zweiten Weltkrieges für die deutsche Raketenforschung Super-Blitzkameras bauten, “ die bis zu 8 Millionen Aufnahmen in der Sekunde! anfertigen konnten.“

Dies war eine Entwicklung, die man bis zum Kriegsende auf allierter Seite für Utopie und ein Ding der Unmöglichkeit hielt.

Diese aus dem Jahr 1944 stammende Leistung, die für verschiedene Wissenschaftszweige von außerordentlicher Bedeutung war, sollte lange Zeit unerreicht bleiben.
Doch die Technik hat sich auch auf diesem Gebiet kontinuierlich weiterentwickelt. Heute gibt es sogenannte High-Speed-Framing-Kameras, die bis zu 500 Millionen Bilder pro Sekunde aufzeichnen und Vorgänge zeigen, die sich im Nanosekundenbereich abspielen.

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