Adolf Hitler Kanal Schlesien
Adolf Hitler Kanal Schlesien

Reichsminister Rudolf Heß, der “ Stellvertreter des Führers “ nahm am 8. Dezember 1939 die feierliche Einweihung des in den Jahren 1933 bis 1939 gebauten Adolf-Hitler Kanals vor. Das 41 Kilometer lange Wasserbauwerk stellte die Verbindung zwischen dem oberschlesischen Industriegebiet um Gleiwitz und der Oder beim Städtchen Cosel her und überwand dabei einen Höhenunterschied von rund 49 Metern.


Der Adolf-Hitler Kanal ersetzte den Klodnitz-Kanal.
Für diesen Kanal als kürzeste Wasserverbindung des Industriegebietes mit der schiffbaren Oder waren bereits 1752, also zur Zeit Friedrichs des Großen, Pläne entworfen worden.
Mit dem Bau wurde allerdings erst 40 Jahre später begonnen, und der Kanal wurde im Jahre 1822 fertig.

Nach anfänglich regem Verkehr auf der neuen Wasserstraße ging dessen Nutzung jedoch stark zurück, so dass der Kanal um 1900 herum verödete.
Der moderne Adolf-Hitler Kanal verkürzte den alten Kanal, dessen Trasse teilweise übernommen wurde, nochmals um fünf Kilometer, wobei statt der bisherigen 18 Schleusen nur noch sechs Doppelschleusen zu passieren waren. Den alten Kanal konnten nur kleinere Lastschiffe bis zu 100 Tonnen und mit maximal 1,2 Metern Tiefgang passieren, wogegen nun auch großen Schiffen mit bis zu 2,25 Metern Tiefgang die Durchfahrt möglich war.

Nach dem Kriege wurde die Nutzung des Adolf-Hitler Kanals unter dem Namen “ Gleiwitzer Kanal “ oder “ Oberschlesischer Kanal “ wieder aufgenommen.
Der Hafen von Gleiwitz ist heute der größte Binnenhafen unter polnischer Herrschaft.

Eine der alten Schleusenanlagen am Adolf Hitler Kanal
Eine der alten Schleusenanlagen am Adolf Hitler Kanal
Schleusenanlage im Jahre 1940
Schleusenanlage im Jahre 1940

 

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