Im Jahre 1934 wurde im Zuge der Reichssteuerreform auf der Grundlage des Gesetzes über die Schätzung des Kulturbodens vom 16. Oktober 1934 (-> Bodenschätzungsgesetz) zum ersten Mal eine reichsweite Einschätzung der Ackerböden durchgeführt, die sodann in Bonitätsklassen eingestuft wurden.

Bei der Ackerzahl handelt es sich um einen Zahlenwert, der die Qualität einer Ackerfläche definiert und eine wichtige Determinante für die Ermittlung der Bodengüte ist.
Diese dient wiederum als Grundlage für die Ermittlung des steuerlichen Einheitswertes von Landwirtschaftsbetrieben und hat außerdem für die Kreditvergabe an diese eine große Bedeutung. Bei den 1934 durchgeführten Messungen und Beobachtungen wurde bei der Stadt Schönebeck in der Magdeburger Börde der Ackerboden mit der höchsten Qualität ermittelt, dem die Ackerzahl 100 zugewiesen wurde.
Die Messung aller deutscher Ackerböden ergab eine Qualitätsskala, die von dem Höchstwert 100 bis zur niedrigsten Ackerzahl von 7 reicht.
Böden mit einer unterhalb des Wertes 20 liegenden Ackerzahl sind allerdings landwirtschaftlich kaum bis gar nicht nutzbar.

Das Bodenschätzungsgesetz und damit auch die Ackerzahl haben noch heute in modifizierter Form Gültigkeit.

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