Die 10 Gebote für die Gattenwahl dienten im nationalsozialistischen Deutschland dem Zweck, die heilige Ehe völkisch wertbeständig und rassenrein zum Erhalt des Blutes und des Deutschtums zu gestalten.

Die Gebote

1.)Gedenke, daß du ein Deutscher bist.

2.)Wenn du erbgesund bist, dann darfst du nicht kinderlos bleiben.

3.)Halte deinen Körper rein.

4.)Halte deine Seele rein.

5.)Wähle als Deutscher einen Gatten, gleichen oder nordischen Blutes.

6.)Frage zuerst nach den Vorfahren des zukünftigen Gatten.

7.)Gesundheit ist Voraussetzung für äußere Schönheit.

8.)Heirate aus Liebe.

9.)Suche keinen Gespielen, sondern einen Gefährten.

10.)Der Sinn der Ehe ist – gesunde und viele Kinder.

Erläuterungen (Beispiele)

Zum 5. Gebot:

„Wähle als Deutscher nur einen Gatten gleichen oder Nordischen Blutes. Wo Anlage zu Anlage paßt, herrscht Gleichklang. Wo ungleiche Rassen sich mischen, gibt es einen Mißklang. Mischungen nicht zueinander passender Rassen (Bastardisierung) führt im Leben der Völker häufig zu Entartung und Untergang; um so schneller, je weniger die Rasseneigenschaften zueinander passen. Hüte dich vorm Niedergang, halte dich von Fremdstämmigen außereuropäischer Rassenherkunft fern! Glück ist nur bei Gleichgearteten möglich. Die Geschichte lehrt, daß unsere germanischen Vorfahren dem Wunschbild des Nordischen Menschen in hohem Maße entsprachen. Die Nordische Rasse ist nach allen Forschungen die für das Deutsche Volk und seine Brüdervölker germanischer Sprache und ihre Entwicklung wertvollste Rasse. Alle deutschen Stämme haben einen Einschlag Nordischer Rasse gemeinsam, mögen sie sich auch sonst durch Einschläge nicht Nordischer Rassen unterscheiden. – Der Nordische Blutseinschlag verbindet das ganze deutsche Volk. Jeder Deutsche hat daran mehr oder weniger teil. Diesen Anteil zu erhalten und zu mehren, ist heilige Pflicht. Wer sein Blut mit Fremdstämmigen außereuropäischer Rassenherkunft mischt, arbeitet der Aufartung seines Volkes entgegen.“

Zum 6. Gebot:

„Du heiratest nicht Deinen Gatten allein, sondern mit ihm gewissermaßen seine Ahnen. Wertvolle Nachkommen sind nur zu erwarten, wo wertvolle Ahnen vorhanden sind. […] Ein guter Mensch kann in sich Keime (Erbgut) tragen, die in den Kindern sich zum Unglück gestalten. Darum heirate nie den einzigen guten Menschen aus einer schlechten Familie […]“

Erscheinen

1934 erschienen die einzelnen Gebote mit ausführlicher Erläuterung in der nationalsozialistischen Frauenzeitschrift NS-Frauen-Warte. In der Schriftenreihe des Reichsausschusses für Volksgesundheitsdienst wurden 1935 die zehn Gebote erstmalig von einer Behörde veröffentlicht. Die Familiengründung hatte bevorzugt nach rassischen Gesichtspunkten zu erfolgen.

Zitat

„Was sollte denn der Mann in den letzten Jahren oft anfangen mit einer Frau, die nicht einmal auf den ihr zustehenden ureigensten Gebieten, z. B. der Haushaltsführung, auch nur einigermaßen genügte? Woher sollte die Achtung vor der Frau kommen, wenn sie selber durch ein völlig unfrauliches Wesen zu erkennen gab, daß höfliches Benehmen von ihr als überaltet und unmodern angesehen wurde? Woher die Achtung vor der Frau als Mutter, die vielleicht Kinder erziehen sollte, ohne auch nur einigermaßen selbst erzogen zu sein.“ — Reichsführerin Gertrud Scholtz-Klink 1934 an deutsche Frauen

Literatur

SS-Rassenkunde und Richtlinien zur Gattenwahl
https://archive.org/…/SS-Rassenkunde-und-Richtlinien-zur-Ga…

Hans F. K. Günther: Gattenwahl zu ehelichem Glück und erblicher Ertüchtigung, 1941

Gattenwahl zu ehelichem Glück und erblicher Ertüchtigung
Das Buch Gattenwahl zu ehelichem Glück und erblicher Ertüchtigung veröffentlichte Hans F. K. Günther 1941.
Inhalt

Auf 171 Seiten (3. Aufl. 1951 mit 176 Seiten) untersucht Günther die sich aus der Gattenwahl ergebenden erblichen Qualitäten in Hinblick auf die Ergänzungsfrage. Dabei geht er typologisch nach Rassen wie nordisch und ostisch vor. Die Kombinatorik nach Gregor Mendel lag nicht im Fokus seiner Betrachtungen.

Die 10 Gebote für die Gattenwahl
Die 10 Gebote für die Gattenwahl
Runderlaß des Reichsinnenministeriums über die Aushändigung des Buches „Mein Kampf“ von Adolf Hitler bei Eheschließungen, 10. April 1936 und handgeschriebener Text der leicht abweichenden nationalsozialistischen zehn Gebote zur Gattenwahl
Runderlaß des Reichsinnenministeriums über die Aushändigung des Buches „Mein Kampf“ von Adolf Hitler bei Eheschließungen, 10. April 1936 und handgeschriebener Text der leicht abweichenden nationalsozialistischen zehn Gebote zur Gattenwahl
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