Panther Ausf. D
Panther Ausf. D

Im Frühjahr 1943 wurden in aller Eile die in der Winterschlacht schwer mitgenommenen oder in Stalingrad und Afrika vernichteten deutschen Panzereinheiten mit neuem Material wieder aufgestellt.

Das erhoffte Auftreten der “ Panther “ Kampfwagen war einer der Gründe, die Hitler zur Verschiebung des Angriffstermins für das “ Unternehmen Zitadelle “ veranlaßt hatte.

Die erste fertig gewordene Abteilung mit den neuen “ Panther “ Panzern ging an die 1. Panzerdivision. Diese war im Januar 1943 nach Frankreich zur Wiederauffrischung verlegt worden und stellte nach den Worten General Guderians im Frühsommer 1943 die stärkste deutsche Panzerreserve dar. Genau das dürfte der Punkt gewesen sein.

Im Juni 1943 wurde die 1. Panzerdivision statt nach Russland überraschend auf den Balkan verlegt und ging dann nach Griechenland zur Küstenverteidigung.

General Guderians Einspruch verhallte unter den grotesken Argumenten, denen zufolge eine vorhandene Gebirgsjäger- Division, die für Griechenland wesentlich geeigneter war, nicht mit dem nötigen Rauhfutter versorgt werden konnte, weil dieses zu viel “ Transportraum “ beanspruchte. Die mutmaßlichen Saboteure im OKW ( Oberkommando der Wehrmacht ) hatten sich für diesen Irrsinnbeschluss des Rückhalts von Feldmarschall Keitel versichert. Auf diese Weise kamen die Verursacher der Anordnung nicht ans Tageslicht.

Guderian sandte nun ein Flugzeug zur Erkundung nach Griechenland mit einem erfahrenen Panzeroffizier. Dieser meldete ihm alsbald, dass die engen Gebirgswege und Brücken für die Panther mit ihrer breiten Kettenspur unpassierbar seien. Guderian verhinderte deshalb auf eigene Faust den Abtransport der “ Panther “ nach Griechenland, während der Rest der Division befehlsgemäß abrückte. Nachträglich erreichte Guderian von Hitler die Genehmigung für seine Eigenmächtigkeit. ( 1 )

Die Division selber sollte bei Kursk bald fehlen. Erst im November wurde sie in die Ukraine verlegt, wo sie sich an der Verteidigung von Kiew beteiligte.

Die Fehlverlegung der 1. Panzer- Division auf den Pelopennes zur Wache galt einer von der Abwehr des Admirals Canaris befürchteten englischen Landung in Griechenland, die natürlich nie stattfand!
( Mit solchen Aussagen erreichte Canaris und andere, die z.b. in der Heeresgruppe West oder Ost tätig waren, das teils sogar kampfstarke Einheiten sinnlose Wachdienste in Griechenland und anderen Orten schoben, während vorallem im Osten genau diese Einheiten fehlten.)

Tatsächlich war der “ Panther “ selbst im Sommer 1943 noch nicht frontreif! Dies stellte sich dann auch in Kursk heraus. Dort erreichte der “ Panther “ zwar die höchsten Abschusszahlen aller deutschen Kampfwagen bei Kursk, die Mehrzahl der “ Panther “ gingen aber aufgrund technischer Mängel verloren. Manche fielen beim Rückzug in russische Hände.

( Auch dort gibt es Hinweise, das genauso wie beim Tiger die Einführung des Panther verhindert werden sollte, bzw dessen Frontreife. Mehrere Werkstattkompanien haben bei Panther Panzer, die bei Kursk kämpften und technische Mängel, z.b. am Getriebe, hatten, das entweder wichtige Komponenten mit Absicht zu klein gehalten wurden, oder aber Getriebe oder Motorteile mit mehr als offensichtlichen Defekten an die Front geschickt wurden.)

Fußnoten:
1.) Heinz Guderian, Erinnerungen eines Soldaten, Motorbuch, Stuttgart 2003, S. 280 f.

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