Während des Krieges arbeitete Dr. Erwin Krawinkel ab Experimenten, um Radioröhren zur Informationsspeicherung zu benutzen. Krawinkel wurde in die Vereinigten Staaten gebracht, um seine Röhrenexperimente dort weiterzuführen, und kam auf die Luftwaffenbasis Wright Field. Seine “ Röhren mit Gedächtnis “ hatten großen Nutzen für die Entwicklung der Computer. Erwin Krawinkel arbeitete später für die Firma RCA und IBM, bevor er sich 1986 in den Ruhestand begab. (1)

An Hochtemperaturkeramik während des Krieges arbeiteten die Doktoren Eugen Ryschewitsch, W.R. Bussem und B.C. Weber als Pyhsiker und Keramikexperten bei der Luftfahrtforschungsanstalt ( LFA) in Braunschweig. Nach dem Krieg wurden sie mit “ Paperclip “ in die USA gebracht und gaben dort ihre Informationen über die deutschen Forschungen auf dem Gebiet der Hochtemperaturkeramik preis. Es wurde geschätzt, dass dies allein der US Air Force über eine Millionen Dollar Entwicklungs- und Forschungskosten auf dem Gebiet der Hochtemperaturkeramiken, Keramiküberzüge und Turbinenblätter eingespart habe. Dr. Ryschkewitsch arbeitete später bei der Firma General Electric an der Entwicklungs leistungsfähiger Düsenturbinen. (2)

Auffällig ist, dass alle drei deutschen Keramikexperten auch Teil des Projekts “ RAND “ waren. Dies bedeutete, dass ihre Hochtemperaturkeramikforschungen auch für Weltraumzwecke dienten und dass die Hitzeschutzkacheln der heutigen Raumfahrzeuge auf deutsche Wissenschaftler zurückgehen könnten.

Im Dritten Reich gab es ebenso bereits Vorhaben für bemannte Raumraketen, Weltraumgleiter und Satelliten, bei denen das Wärmeproblem eine Rolle spielte. (3)

Fußnoten:
1.)Charles R. Christensen, A History of the Development of Technical Intelligence in the Air Force, 1917-1947, Operation Lusty, The Edwin Mellon Press, 2002, S.187
2.) Ebenda
3.) Friedrich Georg, Mit dem Balkenkreuz zum Mond

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