Bahnhof Berchtesgarden, hier im Modellstadium noch.
Bahnhof Berchtesgarden, hier im Modellstadium noch.

Nachdem Berchtesgarden sich bei der Reichsbahndirektion jahrelang vergeblich um den Neubau eines Bahnhofs bemüht hatte, um dadurch den Fremdenverkehr zu intensivieren, hatte die Stadt bald nach dem Regierungsantritt der Nationalsozialisten mehr Erfolg.

Da Reichskanzler Hitler bekanntlich den Obersalzberg zu Repräsentationszwecken nutzte, war naturgemäß auch der Neubau eines repräsentativen Bahnhofs zum Empfang von Staatsgästen und Prominenten erforderlich.
Daher wurde in Berchtesgarden ein Reichsbahnneubauamt etabliert, das in Abstimmung mit den Bauprojekten “ Deutsche Alpenstraße“ und “ Verwaltungsforum Berchtesgarden“ einen großen Bahnhof plante und ausführte.
Dieser Bahnhof diente ausschließlich dem Personenverkehr. Der Güterverkehr lief über den Neubau des Güterbahnhofs “ Berchtesgarden-Nord“.

Für den Bahnhof Berchtesgarden wurden zahlreiche vorhandene Gebäude abgerissen und die bisherige Hauptverkehrsstraße komplett verlegt.
Zusammen mit dem neuen Bahnhof wurde ein neues Postgebäude errichtet.
Beide Gebäude sollten “ die Einfahrt der Alpenstraße in die Stadt markieren.
Der Aus- und Neubau einer zweispurigen Gleisstrecke nach Salzburg, die über Markt Schellenberg und entlang der Königsseachse geplant war, wurde 1938 mit dem 250m langen Tunnelbau beim Hauptbahnhof begonnen.“

Obwohl der Bahnhof nach Beginn des Zweiten Weltkrieges als nicht kriegswichtig angesehen wurde, dauerten auch während des Krieges die Bauarbeiten an, bis sie gegen Kriegsende gestoppt wurden.
Durch Bombenangriffe erlitt das Projekt im April 1945 erhebliche Schäden.
Nach 1945 wurde der Bahnhof entsprechend dem früheren Originalzustand wieder aufgebaut und ist noch heute im Betrieb.

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