Der Reichsnährstand weist mit einem Plakat auf die Wichtigkeit der Nahrungsfreiheit hin.
Der Reichsnährstand weist mit einem Plakat auf die Wichtigkeit der Nahrungsfreiheit hin.

Die Wirtschaft im Nationalsozialismus war außerordentlich produktiv und doch zugleich sozial. Nach dem durch die Folgen des Versailler Diktats (sowie der diesbezüglichen Erfüllungspolitik der Weimarer Politiker) desaströsen Zustand Deutschlands, noch verschärft durch die „Weltwirtschaftskrise“, führte der Führer Adolf Hitler Deutschland zu neuer Größe und wirtschaftlicher Prosperität. Die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik reduzierte die Zahl der Erwerbslosen von sechs Million kontinuierlich, bis hin zur Vollbeschäftigung.[1]

Landwirtschaft und Ernährung

Auf keinem anderen Sektor waren im Dritten Reich Partei und Wirtschaft so eng miteinander verflochten wie in der Landwirtschaft. Richard Walther Darré, Reichsbauernführer der NSDAP, wurde zum Präsidenten des deutschen Landwirtschaftsrates gewählt. Als Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft konnte er durch zwei grundlegende Maßnahmen die Not der deutschen Bauern beseitigen. Das Reichserbhofgesetz diente zur Bekämpfung der Landflucht, indem es die Veräußerung eines Hofes ab einer gewissen Größe durch die Eigentümer oder ihre Erben verbot. Dadurch konnte der Grundstücksspekulation Einhalt geboten werden. Bis zum Jahr 1937 fielen rund 45 % der landwirtschaftlichen Fläche, etwa 700.000 Bauernhöfe, unter den Schutz des Reichserbhofgesetzes.[2]

Das Reichsnährstandsgesetz schuf mit der Zusammenfassung der verschiedenen Zweige der Landwirtschaft die Grundlage zu einer umfassenden Marktregelung der bäuerlichen Erzeugnisse unter Beseitigung der kapitalistischen Lebensmittelspekulation. Zum neugegründeten Reichsnährstand zählten die Forstwirtschaft, der Gartenbau, die Fischerei und die Jagd, landwirtschaftliche Genossenschaften, der Landhandel sowie die Be- und Verarbeitung landwirtschaftlicher Güter. Bis 1945 liefen nun die Fäden der agrarischen Produktions- und Verteilungssysteme dort zusammen.

Auf dem Reichsbauerntag 1934 verkündete Darré die sogenannte Erzeugungsschlacht. Damit sollte die unausgeglichene Produktionssteigerung verhindert[3] sowie die landwirtschaftliche Produktion dem Verbrauch im Deutschen Reich angepaßt werden. (? Autarkie) Ödlandflächen sollten durch den Reichsarbeitsdienst anbaufähig gemacht werden. Um einer erwartenden planlosen Überproduktion vorzubeugen, wurde eine Umstrukturierung der Anbauflächen angestrebt, damit überall die Produkte angepflanzt werden konnten, die nach den klimatischen Verhältnissen den höchsten Ertrag versprachen.

Die Not des deutschen Bauernstandes, die durch die verheerenden Folgen der plutokratischen Wirtschaftsordnung verursacht worden war, konnte durch die nationalsozialistische Agrarpolitik letztendlich überwunden werden. Die Verkaufserlöse sowie die Kaufkraft der Bauern (durch Senkung der Umsatz-, Grund- und Schlachtsteuer, die Befreiung von der Arbeitslosenversicherung und die Senkung der Zinsen) konnten erheblich gesteigert werden. Im Jahr 1939 konstatierte das Deutsche Reich, nunmehr mit dem Saarland, Österreich, dem Sudetenland, dem Protektorat Böhmen und Mähren und dem Memelland im Ernährungbereich eine 83%ige Selbstversorgungsfähigkeit. Die Umsetzung der Agrarpolitik und die damit verbundene Nahrungsfreiheit war eines der wichtigsten Ziele des Nationalsozialismus zur Erreichung der politischen Freiheit.

Geldwirtschaft und Kreditwesen

Das Geld und der Kredit dient im Nationalsozialismus der Volkswirtschaft. Anders als in der plutokratischen Wirtschaftsordnung ist dem Staat eine beherrschende Stellung im Geldwesen eingeräumt. Somit sind der Staat, die Wirtschaft und das Volk in der nationalsozialistischen Wirtschaftsordnung vom Kapital unabhängig. Indem der Staat sich der Abhängigkeit des nach liberalistischen Gesetzen beherrschten Kapitalmarktes entzog und ihn nach den Zielen der nationalen Wirtschaftsführung gestaltete, wurde das große Ziel der Arbeitsbeschaffung erfolgreich durchgeführt.

Der Nationalsozialismus fordert die Umwandlung der Großbanken auf dem Grundsatz der Gemeinnützigkeit nach Vorbild der Sparkassen, da dort die anvertrauten Ersparnisse volkswirtschaftlich nutzbringend angelegt werden. Dies geschieht dadurch, daß die Gelder für die Gewährung von Krediten benutzt werden. Vor allem die Schichten, die durch liberalistische Wirtschaftspolitik in ihrer Existenz bedroht sind, benötigen Kredithilfe. Dazu gehört der landwirtschaftliche, gewerbliche und kaufmännische Mittelstand. Zudem sind es vor allem die Sparkassen, die der Gemeinde die notwendigen Mittel geben, um Verkehrseinrichtungen, Schulen, Krankenhäuser und Elektrizitätswerke zu finanzieren.

Vierjahresplan

Der Begriff Vierjahresplan bezeichnete zunächst eine Losung von Hitler aus dem Jahre 1933 („Gebt mir vier Jahre Zeit!“). Ab April/Mai 1936 entstand aus dem Vierjahresplan unter Hermann Göring eine große bürokratische Institution im Rang einer Obersten Reichsbehörde. Die Politik der Behörde bestand zu jenem Zeitpunkt vor allem darin, innerhalb des anvisierten Zeitrahmens von vier Jahren wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erreichen (Autarkie) sowie in der Wiederaufrüstung, um nach der gezielten Schwächung Deutschlands durch die Sieger des Ersten Weltkrieges die Wehrfähigkeit wiederzuerlangen. Im Oktober 1936 stellte Göring in seiner Position als „Beauftragter für den Vierjahresplan“ seine Organisation, die er vom Preußischen Staatsministerium aus befehligte, erstmals der Öffentlichkeit vor. 1940 wurde Görings Auftrag von Hitler um vier weitere Jahre verlängert.

Literatur
Paul Blankenburg, Max Dreyer: „Nationalsozialistischer Wirtschaftsaufbau und seine Grundlagen“
http://www.wintersonnenwende.com/…/wirtschaftsa…/nswa00.html

Verweise:
Wie der NS-Staat die Wirtschaftskrise überwand
https://web.archive.org/…/wirt…/wie_der_ns-staat_ds1204.html

Fußnoten
1.) http://www.spiegel.de/…/spiegelspecialgesch…/d-55573709.html Achtung! Enthält geschichtsverfälschende antideutsche Propaganda!
http://www.spiegel.de/…/spiegelspecialgesch…/d-55573709.html
2.) http://www.spiegel.de/…/spiegelspecialgesch…/d-55573709.html
3.) Während die Erzeugung wichtiger Produkte zurückging, stieg die Produktion anderer Waren an, die aber nicht unbedingt notwendig waren.

 

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