Die Bedeutung des Instituts für Atomforschung in Berlin-Lichterfelde unter Leitung von Manfred von Ardenne im Auftrag der Reichspostforschungsanstalt ( RPF) ist zwischenzeitlich längst bekannt. Prof. Klagenbeck, Präsident der RPF, machte auf einer Besprechung im Mai 1941 im Wehrwirtschaft. und Rüstungsamt des OKW klar, dass es den deutschen Forschern nicht nur um Gewinnung neuer Energiequellen durch Atomzertrümmerung sowie die Herstellung von Bomben mit ungeheurer Sprengwirkung ging, sondern er machte auch besonders auf die Nutzung der Kernenergie für den Antrieb von Landfahrzeuge aufmerksam. (1)

Die Forschungsarbeiten der RPF zur Verwendung von Atomantrieb bei Landfahrzeugen sind heute genauso verschwunden wie die RPF-Arbeiten über Nuklearreaktoren für Atom-U-Boote.

Bekannt ist, dass die Geheimunterlagen der RPF in US-Hände gelangten. Es ist deshalb wohl kaum ein Zufall, dass zeitgleich zur Erfassung der wichtigsten deutschen Patente ab 1955 in den USA die Idee aufkam, Nukleartechnologie für Antrieb von Landfahrzeugen zu verwenden. (2)

Es ging dabei um den Einbau eines kleines Reaktors auf Kettenfahrzeugen, der genügend Energie für einen ganzen Konvoi von elektrisch betriebenen Fahrzeugen zur Verfügung stellen sollte. Hier kam auch eine Idee von Prof. Ferdinand Porsche zur Anwendung.

Kaum ein Zufall dürfte sein, dass die veröffentlichten Zeichnung eines solchen Nuklearschleppers genau im Stil eines deutschen Kettenfahrzeugs der Kriegszeit gehalten ist.

Es existiert auch ein amerikanischer Entwurf eines nuklear angetriebenen Kampfpanzers, der größte Ähnlichkeiten mit dem deutschen Kampfpanzerprojekt “ Tiger-Maus “ oder dem Panzerprojekt IX zu zeigen scheint. Bis heute wurden die Projekte genauso wenig verwirklicht wie das zivile Atomversuchsfahrzeug Ford “ Nucleon “ (3)

Fußnoten:
1.) Hubert Faensen, Hightech für Hitler, Ch. Links, Berlin 2001, S. 98
2.) R.P.Hunnicut, Firepower. A History of the American Heawy Tank, Presidio Press, Novato 1988
3.)Vanessa Houlder, “ Road Map for green cars “ , in: Financial Times, 9.5.2002

US-Projekt 1955: Gepanzerter mobiler Nuklearreaktor versorgt einen großen Konvoi elektrisch betriebener Panzer und LKWs mit Energie ( nach Hunnicut). Nicht nur die Idee eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugkonvois geht auf Prof. Porsche zurück. Während die LKWs der Zeichnung durchaus " amerikanisch " aussehen, erinnert die nukleare Kraftquelle äußerlich stark an deutschen Panzerentwürfe, und die abgebildeten Kampfpanzer ähneln denen Professor Porsches. Wie wohl die der US-Zeichnung zugrunde gelegene Originalzeichnung des " atomaren Landzuges " ausgesehen hat?
US-Projekt 1955: Gepanzerter mobiler Nuklearreaktor versorgt einen großen Konvoi elektrisch betriebener Panzer und LKWs mit Energie ( nach Hunnicut). Nicht nur die Idee eines elektrisch angetriebenen Fahrzeugkonvois geht auf Prof. Porsche zurück. Während die LKWs der Zeichnung durchaus “ amerikanisch “ aussehen, erinnert die nukleare Kraftquelle äußerlich stark an deutschen Panzerentwürfe, und die abgebildeten Kampfpanzer ähneln denen Professor Porsches.
Wie wohl die der US-Zeichnung zugrunde gelegene Originalzeichnung des “ atomaren Landzuges “ ausgesehen hat?

 

Deutsche Atompanzer und ihre US-Kinder? Die in Signal in der Ausgabe 3/1944 veröffentlichten schildkrötenartigen deutschen Panzerprojekte Pz. IX und X haben größte Ähnlichkeit mit den US-Nuklearantriebsprojekten TV-1 ( Question Mark III) und R32 (Question Mark IV). Es wird angenommen, dass der deutsche Nuklearantrieb zuerst auf einem turmlosen Panzerkampfwagen " Maus " als Aufbau getestet worden sei, genau wie es die Amerikaner Ende der fünfziger Jahre mit ihrem schweren Panzer M103 planten. Alle Vorschläge wurden nie veröffentlicht. Aus: R.P.Hunnicut, Firepower. A History of the American Heavy Tank, Presidio Press, Novato 1988
Deutsche Atompanzer und ihre US-Kinder?
Die in Signal in der Ausgabe 3/1944 veröffentlichten schildkrötenartigen deutschen Panzerprojekte Pz. IX und X haben größte Ähnlichkeit mit den US-Nuklearantriebsprojekten TV-1 ( Question Mark III) und R32 (Question Mark IV).
Es wird angenommen, dass der deutsche Nuklearantrieb zuerst auf einem turmlosen Panzerkampfwagen “ Maus “ als Aufbau getestet worden sei, genau wie es die Amerikaner Ende der fünfziger Jahre mit ihrem schweren Panzer M103 planten.
Alle Vorschläge wurden nie veröffentlicht.
Aus: R.P.Hunnicut, Firepower. A History of the American Heavy Tank, Presidio Press, Novato 1988
Atompanzer TV-1 und Atompanzer R-38
Atompanzer TV-1

atompanzer-r-38
Atompanzer R-38

Ford Nucleon, atomar angetriebener PKW aus dem Jahre 1958. Geht dieser nie verwirklichte Entwurf auf Vorstellungen von Prof. Ferdinand Porsche zurück?
Ford Nucleon, atomar angetriebener PKW aus dem Jahre 1958.
Geht dieser nie verwirklichte Entwurf auf Vorstellungen von Prof. Ferdinand Porsche zurück?
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