Bereits nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde in Deutschland der Achtstundentag teilweise eingeführt, allerdings war dieses Prinzip von zahlreichen Ausnahmen durchlöchert. Erst im Dritten Reich wurde das Prinzip des Achstundentages als generelle Vorgabe rechtlich normiert. Bis zum Erlass der Arbeitszeitordnung (AZO) vom 26. Juli 1934 legte jeder Unternehmer nach Gutdünken die tägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer in seinem Betrieb fest. Diese AZO fasste die bis dato vorhandenen Vorschriften über die werktägliche Arbeitszeit für männliche, weibliche und jugendliche Arbeitnehmer zusammen und galt für Arbeiter in gewerblichen Betrieben sowie für kaufmännische und technische Angestellte. Sie legte fest, dass die regelmäßige werktägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten dürfte, allenfalls eine längere Arbeitsbereitschaft war möglich. Außerdem traf die AZO detaillierte Regelungen zum Jugendschutz und für die Frauenarbeit und formulierte ein generelles Verbot der Kinderarbeit für das deutsche Reichsgebiet, die zu dieser Zeit noch sehr verbreitet war. Weiterhin wurden Abweichungen und Sonderregelungen der Arbeitszeit für gewisse Berufsgruppen ( zum Beispiel für Pflegepersonal in Krankenanstalten, Arbeitnehmer in Bäckereien, Fleischereibetrieben und der Faserstoffwirtschaft) festgeschrieben. Mit der AZO vom 30. April 1938 wurde der Achtstundentag für Deutschland nochmals bekräftigt. Außerdem wurden nun Jugendliche aus der allgemeinen Arbeitszeitregelung herausgenommen, in speziellen Bestimmungen die Arbeit für Jugendliche unter 14 Jahren verboten und der Arbeitsschutz für Jugendliche bis zu 18 Jahren ausgeweitet. Die neue AZO brachte weitere Vorteile für Arbeitnehmer, indem die Vorschriften über die Festlegung von Pausen und Ruhezeiten sowie Schutzbestimmungen für Frauen und Details zum Arbeitsschutz erweitert wurden.

Diese arbeitszeitrechtlichen Regelungen galten- von einzelnen Änderungen abgesehen- im wesentlichen bis 1994 fort und wurden durch das “ Arbeitszeitgesetz “ vom 6. Juni 1994 ersetztm das die heutigen Rahmenbedinungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer verbindlich regelt.

Licht-Luft und Sonne steigern die Arbeitsproduktivität.
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Warum Pause?
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