Auch auf so unscheinbaren Gebieten wie der Wiederverwertung von Aluminiumschrott zogen amerikanische Firmen unschätzbaren Nutzen aus deutscher Beute.

So berichtete Albert J. Philips, der Forschungsmanager der “ American Smelting and Refining Company „, dass die deutschen Methoden zur Verfeinerung von Aluminiumschrott seinem Land viele tausend Dollar ersparen würden und dass seine Gesellschaft an zwei Vorhaben arbeitete, die auf OTS/FIAT- Forschungsergebnissen beruhten. (1)

Makabrer Hintergrund ist, dass das Deutsche Reich aufgrund seiner Aluminiumknappheit in ganz Europa abgeschossene allierte Flugzeuge einsammelte und aus den Resten erbitterter Luftschlachten Rohstoffe von höchster Qualität in speziellen Zerlegebetrieben gewann.

So war ein Großteil des in deutschen Flugzeugen der späteren Kriegsjahre verwendeten Aluminiums bereits vorher von den Alliierten schon einmal an eigenen Flugzeugen verwendet worden. (2)

Allein der Zerlegebetrieb in Utrecht lieferte so im November 1943 etwa 550 Tonnen Aluminiumbarren an Görings Luftwaffe.

Fußnoten:

1.) John Gimbel, Science, Technology and Reparations. Exploitation and Plunder in Postwar Germany, Stanford 1990, S.100
2.) Hans-Heivi Stapfer, Strangers in a Strange Land, Squadron/Signal, Carrollton 1988, S.49-54

Aus Resten abgeschossener allierter Flugzeuge wird...
Aus Resten abgeschossener allierter Flugzeuge wird…
..reines Aluminium in Barrenform
..reines Aluminium in Barrenform
Advertisements